Johannes-
Wilhelm Rörig
Heranwachsende Generationen besser vor sexuellem Missbrauch zu schützen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich Politik und Gesellschaft, jede und jeder Einzelne, stellen müssen. Kaum etwas kann das Leben und die Entwicklung eines Menschen so schwer belasten, wie sexueller Missbrauch in der Kindheit. Oft sind es nahestehende Personen, die diese zutiefst verletzenden Taten begehen, Personen, zu denen das Kind Vertrauen hat.
Kinder und Jugendliche müssen an allen Orten vor sexuellem Missbrauch geschützt sein. Dies gilt für Institutionen ebenso wie für das familiäre Umfeld. Mit der Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ soll die Gesellschaft stärker für das Thema sensibilisiert werden. Kitas, Schulen, Heime, Sportvereine, Kirchengemeinden und viele weitere Einrichtungen, in denen Mädchen und Jungen Erwachsenen anvertraut sind, sollen aktiviert werden, Schutzkonzepte einzuführen und konsequent anzuwenden. Gleichzeitig sollen Mütter, Väter und Fachkräfte ermutigt werden, Konzepte zu Prävention und Intervention in den Einrichtungen ihrer Kinder aktiv nachzufragen.
Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen und dazu beitragen, dass sich Kinder und Jugendliche in Räumen aufhalten, in denen Sie vor sexueller Gewalt geschützt sind.

Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs
Die Online-Befragung richtet sich an alle Eltern, deren Kinder eine Kita oder Schule besuchen. Ziel ist es zu erfahren, welche Erfahrungen Eltern im Umgang mit dem Thema „Schutz vor sexuellem Missbrauch“ in der Einrichtung Ihres Kindes sammeln konnten.
Telefonische Anlaufstelle des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs:
(kostenfrei und anonym)
Auch im Internet versucht die rechtsextreme Szene über das Thema „sexueller Kindesmissbrauch“ ihr Gedankengut zu verbreiten. Von dieser Instrumentalisierung distanziert sich die Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ ausdrücklich. Weitere Informationen und Beratung zum Thema finden Sie auf der Website der Amadeu Antonio Stiftung.
Schon auf dem Weg zur Kieler Förde, dem Heimathafen der Thor Heyerdahl, waren die weißen „X“-Motive der Kampagne „Kein Raum für Missbrauch“ nicht zu übersehen – über 80 Plakate säumten die Kieler Innenstadt. Künftig wird das weiße „X“ aber auch auf hoher See weithin sichtbar sein und ein eindeutiges Zeichen gegen Missbrauch setzen.
» Sexuelle Übergriffe auf Kinder zerstören Leben. Sie sind ein Angriff auf unser aller Zukunft. Dafür darf es in unserer Gesellschaft keinen Raum geben. «
Winfried Kretschmann, MdL, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg