Schule gegen sexuelle Gewalt – Gemeinsame Initiative des Unabhängigen Beauftragten und der Kultusbehörden der Länder

„Was ist los mit Jaron?" – Digitaler Grundkurs zum Schutz von Schüler*innen vor sexuellem Missbrauch

Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Auf Basis der bisherigen Forschungslage müssen wir davon ausgehen, dass in jeder Klasse ein bis zwei Kinder betroffen sind.
Im Rahmen der Zusammenarbeit der gemeinsamen Initiative der Kultusbehörden der Länder und des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauch „Schule gegen sexuelle Gewalt“ haben wir gelernt, dass es an Schulen einen hohen Bedarf an Basiswissen gibt. Lehrkräfte und auch andere schulische Beschäftigte berichten von sehr großer Unsicherheit im Umgang mit dem Thema. Daher haben wir eine konkrete Fortbildungsmaßnahme entwickelt: den digitalen Grundkurs „Was ist los mit Jaron?“.
Dieser digitale Grundkurs vermittelt auf innovative und interaktive Weise Basiswissen zum Thema sexueller Missbrauch und geht noch einen Schritt weiter: In Modellsituationen und durch empathisches Storytelling können Teilnehmer*innen ihren Blick für belastete Schüler*innen schärfen und erlernen, wie es gelingt, erste Gespräche und Hilfe anzubieten. Ein weiterer Vorteil der Fortbildung ist, dass sie ortsunabhängig, individuell und in kurzer Zeit (ca. vier Zeitstunden) absolviert werden kann. Sie wird browserbasiert verfügbar und kosten- und lizenzfrei nutzbar sein. Derzeit ist eine Fertigstellung für den ersten Teil des Kurses für den Bereich Grundschule für Juni geplant, der zweite Teil für weiterführende Schulen folgt dann im Herbst 2021.
Mit dem digitalen Grundkurs „Was ist los mit Jaron?“ sollen mit Unterstützung der beteiligten Strukturen und Multiplikator*innen alle schulischen Beschäftigten erreicht werden.

Das Logo der Initiative Kein Raum für Missbrauch